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Endlich
kam der letzte Reisende zum Vorschein, das alte Mütterchen
Dezember mit der Feuerkiepe; die Alte fror, aber ihre Augen strahlten
wie zwei helle Sterne. Sie trug einen Blumentopf auf dem Arme, in
dem ein kleiner Tannenbaum eingepflanzt war. „Den Baum will
ich hegen und pflegen, damit er gedeihe und groß werde bis
zum Weihnachtsabend, vom Fußboden bis an die Decke reiche
und emporschieße mit flammenden Lichtern, goldenen Äpfeln
und ausgeschnittenen Figürchen. Die Feuerkiepe wärmt wie
ein Ofen; ich hole das Märchenbuch aus der Tasche und lese
laut aus ihm vor, daß alle Kinder im Zimmer still, die Figürchen
an dem Baume aber lebendig werden und der kleine Engel von Wachs
auf der äußersten Spitze die Flittergoldflügel ausbreitet,
herabfliegt vom grünen Sitze und klein und groß im Zimmer
küßt, ja, auch die armen Kinder küßt, die
draußen auf dem Flure und auf der Straße stehen und
das Weihnachtslied von dem Bethlehemsgestirne singen.” |
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„So!!Jetzt
kann die Kutsche abfahren”, sagte die Schildwache, „wir
haben sie alle zwölf. Der Beiwagen mag vorfahren!”
„Laß doch erst die zwölf zu mir herein!”
sprach der Wachhabende, „einen nach dem andern! Die Pässe
behalte ich hier; sie gelten jeder einen Monat; wenn der verstrichen
ist, werde ich das Verhalten auf dem Passe bescheinigen. Herr
Januar, belieben Sie näher zu treten.”
Und Herr Januar trat näher.
Wenn ein Jahr verstrichen ist, werde ich dir sagen, was die zwölf
uns allen gebracht haben. Jetzt weiß ich es noch nicht,
und sie wissen es wohl selbst nicht - denn es ist eine seltsam
unruhige Zeit, in der wir leben.
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